Nur selten haben die Oltnerinnen und Oltner Gelegenheit, an der Urne ihre Meinung zum Budget kundzutun. Da ist die Versuchung natürlich gross, mit dem Stimmzettel ein Zeichen setzen zu wollen.

Zum Beispiel aus Enttäuschung darüber, dass «Andaare» immer noch nicht realisiert ist. Oder weil man sich auch schon mal im Stadthaus ungerecht behandelt fühlte. Oder weil man sich sowieso schwer damit tut, wie der Stadtrat oder das Parlament aktuell zusammengesetzt sind.

Bloss: Der Abstimmungstalon ist kein Wahlzettel. Und ein Nein zum Budget bewirkt genau das Gegenteil von dem, was man verbessert haben möchte: Das Defizit wird grösser, die Schulden steigen schneller an, die längst überfälligen Verbesserungen für die Stadt bleiben weiter blockiert, die Freude, in dieser Stadt zu wohnen, wird getrübt. Was also tun? Ganz einfach: Die Unterlagen zum Budget 2019 anschauen und feststellen: Es ist schlicht ein gutes Budget. Es ist ausgewogen, vorsichtig, zukunftsorientiert und vor allem ehrlich. Ausgaben und Einnahmen sind bis auf 0,3 Prozent genau im Lot. Alles ist sehr zurückhaltend budgetiert, am unteren Rand des absolut Notwendigen. Und vor allem ist der Steuerfuss fair und ehrlich berechnet.